Rollrasen – der perfekte Begleiter für die Terrasse

Rollrasen - der perfekte Begleiter für die TerrasseWas verstehen Sie unter Rollrasen? Genau genommen gibt es nämlich zwei unterschiedlichen Dinge, die unter dem gleichen Namen vermarktet werden:

  • Der Roll-Rasen, der in aufgerollten Bahnen vom „Rasenfeld“ des Gärtners geerntet und beim Kunden wieder zu einer vollständigen, natürlich wachsenden Rasenfläche ausgerollt wird
  • Der künstliche Rollrasen, der unter anderem als Belag auf dem Balkon, der Terrasse und anderen ebenen Flächen eingesetzt werden kann. Auch der Kunstrasen auf dem Sportplatz kann unter dieser Rubrik gefunden werden.

Es ist schnell zu sehen, dass es sich um zwei vollkommen unterschiedliche Dinge handelt. Und dennoch fallen sie unter die gleiche Begrifflichkeit, da sie sich lediglich in der Natürlichkeit unterscheiden.

Der perfekte Rasen von der Rolle

Viele Gartenbesitzer, die den Garten vollkommen neu anlegen möchten, stehen vor der Entscheidung, ob sie die herkömmliche Variante, nämlich das Ausbringen von Rasensaat und eventuellem Nachbessern, oder aber die fast fertige Variante mit Hilfe des Rollrasens wählen möchten. Für beides gibt es gute Argumente.

  • Die eigene Aussaat: Sie haben bei dieser Variante die Option, ausschließlich Ihre Lieblings-Rasensaat zum Einsatz zu bringen. Suchen Sie sich das Beste aus, bereiten Sie den Boden vor, säen Sie aus, pressen das Ganze mit der Bodenwalze an und sprengen Sie diesen Bereich gut. Dann heißt es abwarten, ob die Saat gut aufläuft und emporwächst, bis Sie endlich das erste Mal mähen dürfen (bei 6 bis 10 cm Halmhöhe).
  • Der Rollrasen: Entscheiden Sie sich für diese Variante, hat der Gärtner, der sich mit dem Verkauf von Rollrasen beschäftigt, die langwierige Arbeit mit der Aussaat bis hin zum fertigen Rasen bereits für Sie übernommen. Nun wird mit einem Spezialwerkzeug der Rasen mitsamt seines Wurzelwerks geerntet und sofort zu kleinen Ballen zusammengerollt. Im Anschluss geht es sofort zum Empfänger, damit der Rollrasen nicht allzu lange ohne Bodenkontakt auskommen muss. Der Bodenkontakt ist wichtig, um das Wurzelwachstum zu intensivieren. Wurde der Rasen an Ort und Stelle ausgerollt, gilt es, ihn gut bewässern, damit die Wurzeln sich weiter in den Boden arbeiten und damit die gesamte Rasenfläche sich gut im Boden verankert. Im Vergleich zur eigenen Ansaat ist dieser Rasen in wenigen Tagen vollständig belastbar.

In Bezug auf die Pflege gibt es keinen Unterschied. Beide Varianten benötigen hin und wieder ein wenig Dünger, in der ersten Anwachsphase viel und später weniger Wasser, um ein herrliches, gleichmäßiges Grün zu zeigen. Selbstverständlich ist auch der bestmögliche Rasenschnitt notwendig, um mit dem perfekten Rasen einen guten Eindruck machen zu können.

Der Preis allerdings für die Anschaffung, der macht einen großen Unterschied, wie man sich bereits denken kann. Je nach Saatmischung kann an sich bereits über die unterschiedlichen Preisklassen angeregt unterhalten. Kommt es aber zum Kauf von Rollrasen, wird man am Preis feststellen können, dass die Vorarbeit des Anbaubetriebes ganz schön zu Buche schlägt. Allerdings darf man nicht vergessen, wie schnell die Rasenfläche voll einsatzfähig ist. Das sollte es wert sein.

Die Pflege des Rollrasens

Wer weiß, wie er einen Rasen zu pflegen hat, der weiß es eben. Dabei spielt es keine Rolle, wie die tolle Rasenfläche zustande gekommen ist. Man benötigt einen Rasenmäher, das Wasser oder den Regen, bei Bedarf unterschiedliche Dünger und natürlich ein gutes Auge für den rechten Zeitpunkt, die unterschiedlichen Materialien einzusetzen.

Eines fehlt bei den meisten Gartenbesitzern heute zum Glück: Ein zuverlässiges Unkrautvernichtungsmittel, um unerwünschte Kräuter aus dem saftigen Grün zu entfernen. Ja, richtig – glücklicherweise. Es ist verständlich, wenn ein Gartenbesitzer keinen Löwenzahn, Hirtentäschel, Brennnesseln oder Giersch in seinem Garten wissen möchte. Das Problem der Unkrautvernichtungsmittel, wie Round Up, ist aber leider, dass sie ihrer Umwelt erheblichen Schaden zufügen und nicht nur das eine Kräutlein, das entfernt werden soll, treffen werden. Am besten, Sie suchen sich bereits jetzt Alternativen zu dieser Handlungsweise, da Round Up (nach aktuellem Stand) ab Ende 2023 für Privatgärten verboten sein wird.

Glücklicherweise gibt es andere Methoden, den unerwünschten Kräutern zu Leibe zu rücken. Ein wenig Unkraut jäten hat noch vieles Zustande gebracht.

Rollrasen in trockenen Regionen

Gerade zu Beginn eines Rollrasen-Werdegangs ist es notwendig, diesem ausreichend Wasser anzubieten, damit er sein Wurzelwerk gut entwickelt und sich diese tief in den Boden arbeiten. Nur auf diese Weise kann er dauerhaft Bestand haben.

Wer in einer relativ trockenen Region des Landes lebt, tut gut daran, sich einen guten Rasensprenger oder aber ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem auszusuchen. Es wäre doch schade, wenn der Rollrasen nicht anwächst oder gar vertrocknet, weil es einfach nicht regnen will. Der Vorteil eines solchen Systems ist, dass es jedes Jahr den Gegebenheiten neu angepasst werden kann. So ist es sehr lange einsetzbar und kann, wenn es sich um ein mobiles System handelt, auch im Nutzgarten oder anderen Bereichen des Gartens eingesetzt werden.

Die Größe des Rasenmähers

Diese sollte der Rasenfläche entsprechen. Wer nur einen kleinen Garten mit 10m² Rasenfläche besitzt, braucht nicht wirklich ein motorbetriebenes Modell. Hier reicht die reine Muskelkraft aus, um den Rasen in Schuss zu halten. Auch der Elektrorasenmäher, insbesondere das Modell mit Akku-Betrieb, ist für den kleinen bis mittelgroßen Rasen angedacht. In dem Moment, wo der Akku schnell an seine Grenze stößt oder das Kabel einfach nicht mehr lang genug ist, wird der größere Rasenmäher mit dem Benzinmotor benötigt. Auch sie sind glücklicherweise in unterschiedlichen Schnittbreiten erhältlich, sodass man nicht sofort ein großes Modell mit über 60cm Schnittfläche kaufen muss.

Bedenken Sie bei dem Rasenmäher bitte stets, dass er nach der Nutzung im Schnittbereich gründlich gereinigt wird. Er wird es Ihnen mit einer langen Lebensdauer danken. Lässt man das festgeklebte Schnittgut hingegen unter dem Rasenmäher hängen, kann es schnell zu Schäden der Verkleidung oder aber zum vollständigen Festsitzen am Messer kommen.

Fazit

Ein wunderschöner Rasen ist kein Geheimnis mit sieben Siegeln. Gerade wenn Rollrasen eingesetzt wird, sind es nur noch wenige kleine Schritte, bis der (fast) perfekte Rasen von der ganzen Familie genutzt werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Ein Gärtner wird nicht benötigt, um ihn über Jahre in Schuss zu halten. Nur einige kleine Tricks, mit deren Hilfe Sie diesen tollen Rasen für einen langen Zeitraum genießen können.